Als Lehrmeister des Wandels räumt der Tod Altes weg, um Raum für Neues zu schaffen. Der Prozess hinter dem „kleinen Tod“ im Alltag bis hin zum endgültigen Tod ist immer der selbe. Beim Übergangsritual „Ballcourt“ begegnen wir bewusst unserer Sterblichkeit und werden ermutigt bei der zeremoniellen Vorbereitung auf das heilige Spiel, die gleichen Phasen zu durchlaufen wie sie auch damals die Maya-Spieler durchlaufen haben: Decision Road, Death Lodge, Purpose Circle, The Great Ballcourt. Der Mythos der Mayas lädt uns ein: * Uns mit den großen Fragen der Sterblichkeit zu konfrontieren. Den „großen Ballspielplatz“ zu betreten, der für die Zeit zwischen Tod und Leben steht In die zeremonielle Unterwelt zu reisen und unseren eigenen Tanz der Bestimmung und Erneuerung zu tanzen. Dein altes Leben hinter dir zu lassen, um „zwischen den Welten“ zu tanzen, für ein neues, authentischeres Leben. Um im Tod gesegnet zu sein, muss man lernen zu leben. Um im Leben gesegnet zu werden, muss man lernen zu sterben. ~Mittelalterliches Gebet Und Du? Bist Du bereit, alles zu riskieren (was wir letztlich alle tun müssen), damit Deine Wiedergeburt Dir einen Lebenszweck bringt, der stark genug ist, um Dich bis zu Deinem letzten Tanz mit dem Tod zu tragen? Wir laden Dich auf diese Reise ein, wo Du alles zurücklassen wirst, um Deinen eigenen Tanz der Bestimmung und Erneuerung aufzuführen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ballcourt-Zeremonie ist eine absolvierte Visionssuche mit 3 oder 4 Tägiger Solozeit oder die Teilnahme an einem PLD Programm der School of lost Borders. Treffen keine dieser Voraussetzungen auf Dich zu und du spürst dennoch einen starken Ruf zu dieser Zeremonie bitte nimm Kontakt mit mir auf. Wir ermutigen Teilnehmer an der Zeremonie sich bereits 6-12 Monate vor der Zeremonie anzumelden. Dies ermöglicht eine angemessene innere und äussere Vorbereitung auf die Zeremonie und das “gehen mit” & “entwickeln der” persönlichen Absicht. Die Erfahrung zeigt, eine lange Vorbereitungszeit ist ein Geschenk. Wir bitten dich auch darum, deinen Ruf zu dieser Zeremonie zu prüfen. Wir raten davon ab, die Zeremonie “einfach mal auszuprobieren”! Der Tod erinnert uns, unser Leben voll und ganz zu leben.
 Programm-Übersicht: Wir werden für 12 Tage zusammenkommen: beginnend mit einigen Tagen der Vorbereitung und endgültigen Trennung von der alten Welt, dem Überschreiten der Schwelle in 4 Tagen und Nächten des Fastens und der Einsamkeit, um dann mit unseren Geschichten zurückzukehren, sie mit der Gemeinschaft zu teilen und einen bewussten Übergang in die Alltagswelt gestalten. Zu den Metaphern, die wir erforschen werden, gehören der Weg der Entscheidung, die Sterbehütte, der Kreis der Bestimmung und der Ballcourt. Unsere gemeinsamen Betrachtungen werden von den Lehren der Maya und dem tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben geleitet sein. Leben und Sterben – sterben lernen, um zu leben Von Meredith Little und Scott Eberle Seit Jahrtausenden beherrschen indigene Völker in aller Welt »die Kunst des Sterbens«. Dies lehrte sie die natürliche Welt, und über den Lauf von Jahren und Generationen hinweg entwickelten sie diese Kunst zur Meisterschaft. In allen Dingen wurden Zyklen von Tod und Wiedergeburt erkannt: Sonnenuntergang und Sonnenaufgang; der Wechsel der Jahreszeiten; der Tod der Alten und die Geburt einer neuen Generation. Als Ausdruck dieser Meisterschaft bildeten sich pankulturelle zeremonielle Übergangsriten heraus. Diese Riten unterstützen Individuen dabei, eine Lebensphase loszulassen – die »kleinen Tode« – und in der nächsten »wieder- geboren« zu werden. Zudem dienten ihnen die Riten zur Vorbereitung auf den letzten Übergang, den großen Tod, der uns alle erwartet. Im Zug der zunehmenden Mechanisierung unserer Welt haben wir uns immer stärker von unserer natürlichen Umgebung und der alten Weisheit vom Leben und Sterben entfremdet: strahlend helle Beleuchtung; Klimaanlagen und abgekapseltes Wohnen; Fleischverpackungsindustrie, landwirtschaftliche Industriebetriebe und Supermärkte, Kino, Fernsehen und Computer, entwurzelte Familien, ältere Menschen vereinsamen und sterben in Pflegeheimen… Neben vielen weiteren Veränderungen sind dies die Gründe, weshalb wir den Kontakt zur natürlichen Welt verloren haben und uns unseres Platzes darin als sterbliche Wesen nicht mehr bewusst sind. Wir haben vergessen, wie man stirbt. In den sechziger und siebziger Jahren setzte in zwei Bereichen gleichzeitig ein langsames Wiederentdecken der vergessenen Kunst des Sterbens (und Lebens) ein. Zum einen war dies die Hospizbewegung, die 1967 vom St. Christopher’s Hospize in London ausging und sich in alle Welt verbreitete, so dass heute in mehr als einhundert Ländern Hospize existieren; zum anderen die Bewegung »Wilderness Rites of Passage«, die, kurz nachdem sich Steven Foster und Meredith Little 1974 begegnet waren, entstand. Beide gehörten zu den Pionieren dieser bahnbrechenden Arbeit, die schließlich zur Gründung der »School of Lost Borders« führte. Drei Jahrzehnte später trafen diese beiden Welten auf ungewöhnliche und intime Weise aufeinander, als der Hospizarzt Scott Eberle gebeten wurde, Steven in seinen letzten Lebensmonaten ärztlichen Beistand zu geben. Scott war bereits mit der Arbeit von Steven und Meredith vertraut, hatte oftmals gefastet und an ihrer Schule Lehrgange bei anderen Dozenten absolviert. Bei ihrer ersten Begegnung erklärte Scott: »An der Grenze dessen, was ich zu fassen vermag, versuche ich den Bereich, in dem sich die Hospizarbeit und ihre Übergangsriten treffen, zu erforschen.« Monate nach Stevens Tod bat Meredith Scott, mit ihr zusammen Programme zur Erforschung dieses besonderen Grenzbereichs zu leiten. Gemeinsam entwickelten sie »Die Praxis des Lebens und Sterbens«, einen Erfahrungslehrgang im Freien, der die Teilnehmer dabei unterstützt: »sterben zu lernen, um zu leben«.